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Vereine an die Schulen!

Vereine an die Schulen!

Da Schüler und Schülerinnen in Zukunft wohl mehr Zeit an der Schule verbringen werden, als das in der Vergangenheit der Fall war, sehen Vereine ihren Nachwuchs schwinden. Das Jugendbegleiter-Programm bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Angebote in die Schulen zu tragen.

 
 

Ob Sport-, Naturschutz- oder Musikverein, sie alle leben von und durch ihren Nachwuchs. Fehlt dieser, vergreisen die Vereine vor Ort nach und nach und lösen sich im schlimmsten Falle sogar auf. Aus diesem Grund kommt in den meisten Vereinen und Verbänden der Kinder- und Jugendförderung eine große Bedeutung zu.

Viele Haupt- und Ehrenamtliche aus Vereinen sehen dem sich wandelnden Schulsystem und einer größeren Zahl von Ganztagsschulen mit gemischten Gefühlen entgegen. Was pädagogisch sinnvoll und für die eigene Familiensituation praktisch sein mag, stellt z.B. die Orstgruppe eines Naturschutzvereins vor eine Herausforderung: Wie soll man Angebote für Kinder und Jugendliche machen und so Nachwuchs gewinnen, wenn dieser immer länger in der Schule ist und in der Woche kaum noch freie Zeit für außerschulische Aktivitäten findet? Hier bietet das Jugendbegleiter-Programm den Verbänden neue, interessante Möglichkeiten und Vorteile!

Der Bedarf an verlässlichen und sinnvollen Jugendbegleiter-Angeboten an Modellschulen ist groß. Vereine, die sich dazu entschließen, an die Schule zu gehen, werden meist mit offenen Armen empfangen. Ob Handball-Angebot, Naturschutzprojekt oder auch Gitarrenkurs, den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Für beide Seiten sinnvoll ist eine langfristige Kooperation, um den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen.

Von Vorteil für die Vereine ist die verbindliche und regelmäßige Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an dem von ihnen gewählten Angebot: Dieses läuft für ein halbes Jahr, dann kann eine Anmeldung für ein Folgeangebot oder auch einen anderen Jugendbegleiter-Kurs anschließen. Darüber hinaus berichten im Jugendbegleiter-Programm aktive Vereine, dass sie über diese Angebote an Kinder und Jugendliche heran kommen, die dazu von Hause aus keinen Zugang gefunden hätten. Die Zielgruppe ist also wesentlich größer als im klassischen außerschulischen Angebot.

Als Jugendbegleiter lassen sich in den verschiedenen Vereinen häufig Menschen finden, die in ihrem bisherigen Vereinsleben keine aktive Rolle übernommen haben. Mit dem sicheren Rahmen des Jugendbegleiter-Programms, dem Rückhalt der Schule und optimalerweise in einem Team von Jugendbegleiter finden sie es attraktiver, ein längerfristiges, verbindliches Angebot zu gestalten. Gleichzeitig profitieren sie persönlich sowie ihr Verein von ihrer Qualifizierung und der Stärkung ihrer Kompetenzen.

Einen großen Pluspunkt für Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen und Institutionen stellen die neuen Förderrichtlinien für das Schuljahr 2011/2012 dar: In Abhängigkeit von der Höhe ihres Grundbudgets können Schulen nun zusätzlich ein Kooperationsbudget zwischen 500 und 1.500 Euro zur Förderung von Jugendbegleiter-Angeboten in Zusammenarbeit mit außerschulischen gemeinnützigen Vereinen und Organisationen erhalten. So ist auch der finanzielle Spielraum für den Weg von Vereinen und Institutionen an die Schulen deutlich größer geworden.

 

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